Heute vor 125 Jahren… 


…wurde der Grundstein des VfL Halle 96 gelegt

In der heutigen Altstadt von Halle (Saale), Hackebornstraße 04, wurde am 16. Juli 1896 mit dem Hallescher FC von 1896 der Vorläufer des heutigen VfL Halle 96 gegründet. Dieser schloss sich im Jahr 1919 mit dem Kaufmännischen Turnverein 1875 zusammen und damit wurde aus dem reinen Fußballverein HFC 1896 der Mehrspartenverein VfL Halle 1896 . Lange hielt die sportliche Ehe allerdings nicht, der neue Name und die Vereinsstruktur blieben aber bestehen. So hatte man mit den Abteilungen Fußball, Handball aber auch Leichtathletik mitgliederstarke und erfolgreiche Sektionen in den blau – roten Reihen.

Das „Stadion am Zoo“ wird zur Heimat

Der Aufschwung des im Eigenverständnis bürgerlichen Clubs, welcher Gründungsmitglied des Verbands Mitteldeutscher Ballspielvereine (VMBV, 16.12,1900) war, sollte ab dem Jahr 1921 durch ein Ereignis von großer Tragweite neue Energie gewinnen. Rechtzeitig im Jahr des 25. Gründungsjubiläums wurden Fertigstellung und Übernahme des heutigen „HWG- Stadion am Zoo“ gebührend gefeiert. Mit dem zur damaligen Zeit konzipierten Stadionbau konnten sich die 96er nicht nur mit dem modernsten Stadion Mitteldeutschlands schmücken, es war auch das erste Bauwerk seiner Art in Deutschland welches komplett durch den Verein finanziert wurde und als das erste Stadion auf deutschen Boden in Vereinsbesitz gilt. Endgültige Bekanntheit erhielt die Sportstätte an der heutigen Geschwister Scholl Straße am 23. September 1925 . An diesem Tag wurde das erste Länderspiel einer Nationalmannschaft des DHB (Deutscher Handball Bund) „Am Zoo“ angepfiffen. Der Premierengegner war die Auswahl Österreichs und zeigte sich der damaligen DHB- Elite mit 6:3 überlegen. Handball und nur 6:3 aus Gewinnersicht? Ja, es wurde zur damaligen Zeit Handball auf dem Großfeld, mit je 11 Spielern pro Mannschaft und auf Fußballtore gespielt. Hallenhandball wie wir ihn heute kennen war da noch ganz weit weg.

Die Gründerväter

Untrennbar mit diesen ersten 25 Jahren der Vereinshistorie verbunden sind Professor Franz Hammerschmidt als Gründungsvater des HFC1896 und später Hans Hädicke, welcher dem Verein von 1912-1927 als Präsident vorstand. Der heutige bislang einzige Ehrenpräsident des VfL 96 bekleidete in seiner Funktionärslaufbahn auch noch den Vorsitz des Verbandes Mitteldeutscher Ballspielvereine, war Vorstandsmitglied des DFB und Mitglied des NOK.

Sportliche Erfolge ließen nicht auf sich warten

In diesem ersten Viertel der Clubhistorie konnten die Fußballer der Blau – Roten schon einige Titel erringen, welche zur damaligen Zeit in den höheren Regalen zu finden gewesen sind. In den Jahren 1908, 1913, 1917, 1918 und 1919 wurde man Saalegaumeister sowie 1917 und 1919 Mitteldeutscher Meister. In den Jahren 1908-1913 stand mit Fritz Förderer auch ein damaliger DFB – Auswahlspieler (11 Spiele/ 10 Tore) in den Aufstellungen der 96er.

Aber auch andere Abteilungen rückten in das Licht der Öffentlichkeit. Weit über die Stadtgrenzen hinaus konnten vor allem die Leichtathleten die blau – roten Farben erfolgreich präsentieren. Harry Stortz wurde mit der deutschen 4 x 100m -. Staffel Silbermedaillengewinner bei den olympischen Sommerspielen 1928 in Amsterdam. H. Sievert errang im Jahr 1935 den Europameistertitel im Zehnkampf und Gerhard Stöck wurde bei Olympia 1936 in Berlin Sieger im Speerwurf und holte Bronze im Kugelstoßen.

Wie viele andere Vereine auch litt der VfL Halle 96 ebenfalls unter den Folgen des 2. Weltkrieges, wo mit fortschreitender Dauer ein regulärer Sport- und Spielbetrieb immer unmöglicher wurde. Einen letzten Höhepunkt erlebten dabei am 17.5.1939 die Fußballer im Pokalwettbewerb, als man den amtierenden Deutschen Meister Hannover 96 mit 3:1 auf die Rückreise nach Niedersachsen schickte.

Das die drei letztgenannten sportlichen Höhepunkte während des dunkelsten Kapitels der deutschen Geschichte gefeiert wurden, wirft zurecht Fragen auf. Das sonst so prall gefüllte Vereinsarchiv kann leider nicht zur Beantwortung dieser Fragen beitragen, zu dünn sind die Überlieferungen oder die Quellenlagen.
Welche Rolle unser Verein und seine Mitglieder zur Zeit des Nationalsozialismus tatsächlich spielten, muss mit Hilfe von Historikern und Wissenschaftlern geklärt werden, eine Aufgabe die sich der Verein in Zukunft stellen muss.

Neuanfang nach dem Krieg

In einem völlig neu strukturierten Umfeld ging es dann ab dem 10.11.1946 unter dem Namen SG Giebichenstein, benannt nach einem Stadtviertel, formal als Neugründung an den Start. Neugründung deshalb, weil auf dem damaligen Territorium der Sowjetischen Besatzungszone alle vormals bürgerlichen Vereine aufgelöst wurden. Noch vor Gründung der DDR (7.10.1949) wurde aus der SG Giebichenstein die SG Genossenschaften. Die Fußballer ließen dabei unter neuem Namen in einem Freundschaftsspiel gegen den amtierenden Ostzonenmeister (Vorläufer DDR-Oberligameister) SG Planitz (Vorgänger der BSG Sachsenring und des heutigen FSV Zwickau) mit einem 2:1 aufhorchen. Den bis dato längsten Zeitraum sollten die Blau- Roten vom halleschen Zoo unter dem Namen BSG Empor Halle spielen. Ab dem 13.6.1951 bis zum 30.6.1991, also über 40 Jahre, spielten Mannschaften der 96er unter diesem Namen. Dieses erfolgte für die jeweiligen 1. Männermannschaften zumeist in der Bezirksklasse (4.Liga) und Bezirksliga (3.Liga). Einen Ausreißer nach oben in die 2. Liga des DDR- Fußballs (DDR-Liga) 1981, als die „Zoologen“ Meister der Bezirksliga Halle wurden. In der Staffel C ( 5 Staffeln) traf man in der Saison 1981/1982 auf die BSG Chemie Leipzig, BSG Chemie Böhlen, BSG Lok Stendal, BSG Stahl Thale, um nur eine kleine Auswahl an Schwergewichten ihrer Zeit und Liga zu nennen. Nach nur einem Jahr war dieses Abenteuer für die Männer um Trainer Joachim Richter aber wieder beendet. Da half es am Ende auch nicht, dass man mit Manfred Kampa einen der besten Linksaußen oder mit Detlef Penz einen der talentiertesten Mittelfeldspieler in seinen Reihen hatte. Am Ende zeigte sich die Mehrheit der Kontrahenten aufgrund ihrer wirtschaftlichen Möglichkeiten einfach drei Nummern zu groß, für die reine Amateurmannschaft.

Die Talenteschmiede am Zoo

Bereits zu Beginn der 40-Jährigen „Empor – Ära“ machte sich der Verein vom Zoo einen Namen in Sachen Nachwuchsausbildung, worin er bis in die heutige Zeit mit im vorderen Feld steht. In den Jahren 1952 (Junge Welt – Pokal) und 1953 (FDJ – Pokal) wurden die Titel Juniorenpokalsieger und Jugendmeister an die Geschwister Scholl Straße geholt. Später ging es mit der Ausbildung von Talenten weiter, welche es sogar in die DDR – Oberliga und Auswahlmannschaften (DFV, DFB) schafften. Dariusz Wosz und Steffen Karl seien hier besonders hervorgehoben aber auch der später mit einem gewissen Kultstatus ausgestattete Steffen Grosche sei genannt. Dazu kommen noch viele Akteure welche zwar den ganz großen Sprung nach oben nicht schafften, jedoch noch heute in der 3. Mannschaft aktiv sind: Heiko Göth, David Medina, Mario Wippert, Ralph Backe, Karsten Pfeuffer und Ronni Schulz als Trainer, seien hier stellvertretend genannt. Die Talentförderung dieser jüngeren Vereinshistorie steht dabei untrennbar in Verbindung mit zwei Namen: Ronald „Gebbie“ Gebhardt und Wolfgang „Fischi“ Fischer. Aber auch ein Rudi Hirsekorn, Martin Lange, Klaus – Jürgen „Mecke“ Vogel und viele andere engagierten sich hier mit Hingabe. So auch der spätere (Männer-) Aufstiegstrainer Torsten Weber. Man weiß es nicht genau ob es für ihn persönlich auch das „größte Spiel“ mit seiner damaligen U19-Mannschaft gewesen ist, welches am 3.Oktober 2001 im DFB-Pokal gegen den TSV Bayer 04 Leverkusen am Zoo über die Bühne gegangen ist. 7:8 n.E. stand es am Ende gegen den Bundesligisten. In diesem Spiel führten die Talente der 96er lange Zeit und hochverdient gegen den Favoriten, bevor man nach großer spielerischer und emotionaler Leistung dem eigenen Kräfteschwund letztlich Tribut zollen musste. Aktuell passt es natürlich gut, dass im Jubiläumsjahr 2021 die U19-Mannschaft der „Zoologenakademie“ den Aufstieg in die Regionalliga schaffen kann. Darüber freut sich vor allem der aktuelle sehr engagiert zu Werke gehende Nachwuchschef Dirk Triepel.

Die Wende und die Rückkehr des VfL Halle 96

Der Motor der jüngeren Vereinshistorie war jedoch unstrittig mit Heinz Köhler der langjährige Geschäftsführer des Vereins. Egal ob die Präsidenten Richard Schmieder, Ehrhard Lehmann oder Wilfried Klose hießen, dass große Organisationsrad drehte immer Heinz. Ob Turniere, Spiele gegen DDR-Oberligisten, Feste, bis hin zur Überführung von „Empor“ in das System Kapitalismus, verharmlosend (soziale) Marktwirtschaft genannt, ab dem Jahr 1990 . Da wurden sofort die bestehenden Kontakte zur in der BRD existierenden „Traditionsgemeinschaft VfL Halle 96“ um Horst Neubert, Wolf – Dietrich Tettenborn, Johannes Klubach, aktiviert. So kam es dann auch, dass die am 1.8.1990 erfolgte Umbenennung SV Empor Halle e.V. keine 12 Monate Bestand hatte. Auf Antrag der Mitglieder der Traditionsgemeinschaft beschloss die Mitgliederversammlung am 04.7.1991 mit großer Mehrheit die Annahme des alten Namens VfL Halle 1896 e.V. .

Machtwechsel an der Saale

In die Neuzeit startete man mit einem bislang unbekannten Problem, die eigenständige Gewinnung von Unterstützern aus der Wirtschaft, auch Sponsor genannt, um den Trainings- und Wettkampfbetrieb absichern zu können. Mit der Firma Otto Linke Nachfolger GmbH. konnte zu Beginn eine traditionsreiche alteingesessene hallesche Firma gewonnen werden. Um diese scharten sich im Lauf der Zeit und mit sich mehrenden sportlichen Erfolgen weitere Förderer. So richtig Fahrt nahm der blau – rote Express Mitte der 1990iger auf. Mit der Gewinnung von Wilfried Klose, damaliger Geschäftsführer der Halleschen Wasser- und Abwasser GmbH., taten sich bei den 96ern plötzlich völlig andere Möglichkeiten des Handelns auf. Ergebnis dessen war im Jahr 1995 der Aufstieg in die Amateur- Oberliga (04. Liga). Im neuen Umfeld behauptete sich die Mannschaft um Trainer Manfred Kampa und Kapitän Andreas Weber erstaunlich gut und hielt sich in der Oberliga auch nur bis 1999 auf. In dieser Zeitspanne gelangen zwei Landespokalsiege (1997, 1999) und im Jahr 1999 die Oberligameisterschaft und somit der Aufstieg in die Regionalliga (3. Liga). Diesen Erfolg verantwortete Frank Intek als Trainer. Mit Spielern wie den Ex-DDR- Internationalen Jens Adler, Andreas Wagenhaus, dem kongolesischen Internationalen Rock Embingou, den späteren Zweitligaprofis Karsten Oswald und Jörg Emmerich wurde diese Liga erreicht. So groß die Freude darüber auch war, dass nun aber ausgerechnet die Saison 1999/2000 im Zeichen einer Ligareform stand sollte dem Verein nur wenig später ungeahnte Probleme bringen. Mit großen Namen einstiger DDR-Oberligaschlachten und Europapokalspielen ausgestattet (Dynamo Dresden, FC Carl Zeiss Jena, Rot Weiß Erfurt, 1.FC Magdeburg, BFC Dynamo, Union Berlin, VfB Leipzig, FC Sachsen Leipzig, uvm.) ging es für den VfL 96 an den Start. Zum Klassenerhalt musste Platz 6 als Minimum erreicht werden, um in die Relegation zu Kommen genügte Rang 7 . Beides eigentlich utopische Ziele für den Neuling im Kampf gegen die fast komplette Beletage des einstigen DDR-Fußballs. Nach einer überragenden 1. Halbserie wurde der nötige Platz 6 erreicht. Unvergessen dabei das Heimspiel gegen den FC Rot-Weiß Erfurt, welches für die Meisten das „Spiel der Saison“ war. Die Nachspielzeit lief beim Stand von 3:3, als Peter Westendorf von der rechten Außenbahn den Ball flach vor das Tor unter der Anzeigetafel spielte und Mike Sadlo aus Nahdistanz zum 4:3-Endstand traf. Nach der Rückrunde musste man als 13. der Tabelle jedoch wieder den Weg in die Oberliga antreten.

Ziel der Saison 2000/2001 war der umgehende Wideraufstieg, welcher aber nicht geschafft wurde. Damit war der Weg für diverse (politische) Interessenvertreter frei, dem wirtschaftlich gestressten Ortsnachbarn HFC gegenüber den in einem kommunalen Unternehmen in leitender Funktion beschäftigten 96-Präsidenten Wilfried Klose in Stellung zu bringen. In einer verharmlosend „Verschmelzung“ genannten Aktion, sollte der schwächelnde HFC auf Kosten des VfL 96 gerettet werden. Dem stellte sich die Mitgliederversammlung des VfL 96 mehrheitlich entgegen. In dessen Folge kam es zum Rücktritt des VfL-Präsidiums, dem Wegbrechen von Sponsoren und damit verbunden der freiwillige Abstieg in die Verbandsliga (5. Liga).

Somit war es nun auch vorbei mit den großen Hallenturnieren vom „Otto Linke Nachfolger-„, über den „Techem – Cup“ bis hin zum „Stadtwerke – Cup“. VfL Bochum, Wolfsburg, Hannover 96, Hertha BSC, Carl Zeiss Jena, Dynamo Dresden, FC Luzern, Ferencvaros Budapest, Rad Belgrad,… hießen dabei die Gegner, Torsten Gütschow, Roy Präger,… die Spieler. Mit beigetragen zu diesem Abstimmungsergebnis haben dabei sicher auch zwei Faktoren. Da war zum einen der legendäre Satz des damaligen HFC-Vize Dr. Michael Schädlich bei einem Fantreffen in der Gaststätte „Bischoff“: „Ich will die scheiß 96 nicht im Namen haben! Was wir brauchen sind Klose und seine Verbindungen.“. Damit allein waren die Weichen am Zoo auf Nein zumindest entscheidend vorgestellt. Den Rest, so er bestand, lieferte eine Investorengruppe deren Vertreterin noch am Tag der Versammlung eine Mitteilung an die Mitglieder unterzeichnete, welche dem VfL96 eine Summe von 3 Mio. DM zusicherte. Damit war dann die spätere Geschichte von „Frau Böhme und dem Geldkoffer“ fertig, denn die Zusage sollte sich als Luftschloss erweisen welches von den Kritikern der Ablehnung nur allzu gern bemüht wurde. Der wahre Kern des Ganzen ging dabei fast völlig unter. Dabei brachte es der damalige Beigeordnete für Sport, Karl-Heinz Gärtner (ehem. PDS) auf den Punkt: „Der VfL wurde nicht als gleichwertiger Partner behandelt.“.

Der VfL gibt sich nicht auf – Neuanfang in der Verbandsliga

Nach dem freiwilligen Rückzug in die Verbandsliga unternahm der finanziell angeschlagene Verein mit Trainer Manfred Kampa an der Spitze den Neustart mit einer blutjungen Mannschaft. Wusste die junge Truppe um Christian Bölke im Tor, Sebastian Radtke, Sven Döring, Christian Streit, schon in der 1. Landespokalhauptrunde beim SV Braunsbedra zu gefallen, legte man zum Saisonstart mit einem 4er-Pack in Sandersdorf gleich richtig los. Der Grundstein kann man heute sagen, was dann im Jahr 2009 im Wideraufstieg in die Oberliga münden sollte. Dazwischen lagen Jahre wo die Höhepunkte doch eher rar gesät gewesen sind. Da musste als solcher dann schon ein mehrtägiges Trainingslager im Jahr 2007 herhalten. Und Dieses fand nicht irgendwo statt, sondern im Schatten der „Veltins Arena-Auf Schalke“ mit allem Drumherum, was nicht unbedingt zum Standardprogramm für Amateurkicker zählt. Unterbringung im ersten Haus am Platze, physiotherapeutische Behandlungen im „Medicos“, Trainingseinheiten mit Co-Trainer Mike Büskens und TW-Trainer Oliver Reck,… . Aber auch der „kleine“ VfL96 unter seinem damaligen Trainerduo Thorsten Rennert und Torsten Weber wusste zu überraschen. „Alle Achtung was ihr hier als Amateure täglich für ein Pensum abspult, da muss ich mir für meine Einheit mit euch ja richtig etwas einfallen lassen“, geizte „Eurofighter“ Büskens nicht mit Anerkennung.

Zwei Jahre später sollte es dann soweit sein, der VfL 96 stieg wieder in die Liga auf in welcher er bis heute spielt, die NOFV-Oberliga (Süd). Torsten Weber hieß der verantwortliche Trainer, Daniel Richter, Stefan Karau, Tobias Cramer einige Spieler der Aufstiegsmannschaft 2009 . Und es war ein Krimi vom Feinsten, welcher sich am letzten Spieltag der Saison 2008/2009 abspielte. Mitaufstiegsaspirant Piesteritz empfing im heimischen „Volkspark“ Lok Stendal und die 96er mussten beim MSV Eisleben zwingend gewinnen. Dieses gelang den Blau-Roten mit 3 Treffern von Tobias Cramer beim 1:3-Auswärtserfolg, während sich Piesteritz mit einem 1:1 begnügen musste und die Delegation des Landesverbandes, samt Meisterpokal, ihr Reiseziel im Hinblick zu vollziehender Ehrungen an diesem Tag doch einigermaßen „knapp“ verfehlt hatte. Das sollte jedoch die im „HWG-Stadion am Zoo“ startenden, über den „Upper Club“ weiterlaufenden und der am folgenden Morgen Erstbesteigung des Händeldenkmals eines 96ers mit verbundener VfL96-Flaggenhissung durch Stephan Karau, Feierlichkeiten nicht im geringsten trüben.

Die nun folgenden Jahre bis in das aktuelle Jahr 2021 waren auch wieder von manch Überlebenskampf geprägt. Der letzte sportliche Höhepunkt erfolgte mit dem Erreichen des Landespokalfinals im Jahr 2015, wo man dann aber dem in der 3. Liga spielenden Ortsnachbarn mit 0:6 unterlegen gewesen ist. Lars Holtmann hieß der damalige Trainer. Seit 4 Spielzeiten steht nunmehr Cheftrainer Rene Behring auf der Kommandobrücke und die seit Jahren gezeigte Kontinuität brachte die nötige Stabilität zurück welche auch behilflich sein sollte, wenn der Neustart des Fußballs erfolgt. Zumindest im Amateurbereich wird man wohl wieder verstärkt auf den eigenen Nachwuchs in den Vereinen setzen und hier hat ja der VfL Halle 96 durchaus eine brauchbare Basis. Gleich 5 U19-Spieler werden im Jahr des 125. Vereinsjubiläums dem Kader der Oberligamannschaft angehören. Wohl eines der hoffnungsvollsten Geschenke, womit sich der Jubilar selber beglückt.

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