Fußball verbindet – unser Verein steht für Sport, Gemeinschaft und Respekt
Der VfL Halle 96 steht seit seiner Gründung für eines: die Liebe zum Fußball und die Gemeinschaft, die aus diesem Sport entsteht. Bei uns kommen Menschen unterschiedlicher Herkunft, Generationen, Lebensentwürfe und persönlicher Überzeugungen zusammen, um gemeinsam Fußball zu spielen, Fußball zu erleben und unseren Verein zu unterstützen.
Als Sportverein verstehen wir uns als politisch und weltanschaulich neutral. Wir beurteilen Menschen nicht danach, welcher politischen Richtung sie zugerechnet werden oder welche persönlichen Überzeugungen ihnen zugeschrieben werden. Für uns zählt der Mensch und seine Bereitschaft, Teil unserer Gemeinschaft zu sein und Verantwortung für den Verein zu
übernehmen.
Die Verpflichtung eines Spielers ist eine sportliche Entscheidung des Vereins. Sie ist kein politisches Statement. Persönliche politische Ansichten – sofern sie überhaupt bekannt und eindeutig zuzuordnen sind – sind kein Kriterium dafür, ob jemand für den VfL Halle 96 Fußball spielen darf.
Wir respektieren ausdrücklich, dass Fans unterschiedliche Meinungen haben und Entscheidungen des Vereins kritisch hinterfragen. Kritik gehört zu einem lebendigen Verein und zu einer aktiven Fankultur. Der offene und sachliche Austausch mit unseren Mitgliedern und Fans ist uns wichtig.
Allerdings gibt es eine klare Grenze zwischen berechtigter Kritik und Verhalten, das dem Verein, seinen Mitgliedern, Mitarbeitern, ehrenamtlich Tätigen und Spielern schadet.
Diese Grenze ist aus unserer Sicht überschritten, wenn:
• gezielt Stimmung gegen einzelne Spieler oder den Verein gemacht wird,
• Personen aufgrund vermuteter oder tatsächlicher politischer Einstellungen öffentlich angegriffen werden,
• Veranstaltungen des Vereins bewusst gestört werden,
• ohne gültige Eintrittsberechtigung Zugang zum Stadion verschafft wird,
• Eigentum beschädigt oder beschmiert wird,
• oder durch beleidigende bzw. verleumderische Darstellungen der Ruf einzelner Personen oder des Vereins beschädigt wird.
Der VfL Halle 96 distanziert sich ausdrücklich von solchen Aktionen. Protest und Meinungsäußerung rechtfertigen weder Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung noch persönliche Angriffe oder Verleumdungen.
Wir möchten an dieser Stelle auch daran erinnern, was hinter unserem Verein steht: Hunderte Menschen investieren Woche für Woche ihre Zeit, Energie und Leidenschaft in den VfL Halle 96 – viele davon ehrenamtlich. Trainerinnen und Trainer, Betreuer, Eltern, Funktionäre, Helfer, Spieler und zahlreiche weitere Unterstützer sorgen dafür, dass Kinder und Jugendliche Fußball spielen können, Mannschaften trainieren und am Wochenende Spiele stattfinden können. Diese Arbeit verdient Respekt.
Es ist aus unserer Sicht nicht akzeptabel, dass das Engagement dieser Menschen durch Konflikte überschattet wird, die mit dem eigentlichen Kern unseres Vereins – dem Fußball – nichts zu tun haben.
Der VfL Halle 96 soll ein Ort sein, an dem Menschen zusammenkommen und nicht auseinandergetrieben werden. Ein Ort, an dem man gemeinsam mit seiner Mannschaft mitfiebert, Siege feiert, Niederlagen verarbeitet und vielleicht auch einmal unterschiedlicher Meinung ist.
Unsere Tribüne soll ein Ort der Leidenschaft sein – aber kein politischer Kampfplatz.
Wir werden deshalb auch künftig für einen offenen, Respektvollen und kritischen Dialog mit unseren Fans stehen. Gleichzeitig werden wir unsere Spieler, unsere ehrenamtlichen Helfer,
unsere Mitarbeiter und unseren Verein gegen vereinsschädigendes Verhalten schützen.
Wir wünschen uns, dass wieder das in den Mittelpunkt rückt, was uns alle verbindet: die Leidenschaft für unseren Verein und den Fußball.
VfL Halle 96
Der Vorstand
Beitrag veröffentlicht am 11. August 2026



