96 verschenkt Halbfinale- Spielleiter stiftet den "Geschenkkarton"

gr-stendal.gif1.FC Lok Stendal- VfL Halle 96 1:0 (1:0) alle Ergebnisse
Der erste Weg nach Abpfiff führte VfL- Trainer Torsten Weber direkt zu seinem Stendaler Kollegen Wolfgang Sandhowe. ‘‘Glückwunsch zum Sieg und ich denke, damit haben wir heute auch danke gesagt für die Unterstützung in der vergangenen Saison.‘‘ So lustig wie hier zu lesen, war Weber freilich nicht zumute und allen 96-ern vor Ort natürlich auch nicht. Sie und insgesamt 466 Zuschauer bekamen ein Pokalspiel geboten, welches zwar einen spannungsreichen Verlauf zu bieten hatte jedoch auch reichlich zerfahren daher kam, was vor allem an einer reichlich hohen Passungenauigkeit auf beiden Seiten lag. Dieses mit ein Grund dafür,dass Torchancen fast nur aus Standards entstanden und die spielerische Dominanz des Oberligisten sich am Ende als Muster ohne Wert heraus stellte.Die erste Gelegenheit ergab sich für die Blau- Roten durch einen Freistoß von Nico Stein aus knapp 30 Metern Torentfernung,welcher Stendals Keeper Boy in der Ballaufnahme nicht sicher aussehen ließ ( 16.).Gleiches bei Vladimir Penevs Distanzschuß nur 4 Minuten später (20.). In der 30. Spielminute nimmt Sebastian Heidel eine Freistoßeingabe direkt mit dem linken Fuß,dass Spielgerät nimmt seinen Weg aus etwa 11 Meter Torentfernung jedoch weit über das Stendaler Tor.Dann Freistoß für den Gastgeber. Aus etwa 40 Meter wird der Ball scharf und diagonal in den 16-er der Hallenser gespielt und findet den Kopf von Toste und von dort den Weg unhaltbar für den diesmal agierenden Daniel Richter in dessen Heiligtum (36.).
Fast im Gegenzug der vermeintliche Ausgleich durch Vladimir Penev nach einem weiteren durch Boy nicht festgehaltenen Ball. Bei der Ausführung des Freistoßes soll sich der Schütze jedoch im Abseits befunden haben (38.). Dann rettet der wenig geprüfte, aber seine Sache dennoch souverän gelöste Daniel Richter in einer 1:1-Situation sein Team vor einem höheren Rückstand (39.). Im Gegenzug wird Vladimir Penev im Strafraum angespielt, von den Beinen geholt, allein der fällige Strafstoßpfiff blieb aus (40.). Dann Angriff der 96-er über die rechte Außenbahn. Die abschließende Flanke erreicht Vladimir Penev am 5 Meter-Raum und verwandelt zum wiederum vermeintlichen Ausgleich, da auch in dieser Szene völlig unbegreiflich der Treffer nicht anerkannt wurde (45.).

Auch im zweiten Spielabschnitt änderte sich am Spielverlauf wenig. Auch hier der Oberligist weiter dominierend. Die erste Torgelegenheit durch Tobias Cramer, dessen Freistoß Boy mit guter Parade aus dem Torwinkel kratzt (53.). Stefan Maruhn verfehlt nach einer weiten Eingabe per Kopf knapp das Tor (63.), bevor dann Daniel Richter seine zweite 1:1- Situation wiederum glänzend löst (75.). Zu diesem Zeitpunkt agierten die Hallenser nur noch mit 10 Mann, nach Gelb-Rot für Sebastian Heidel (70.). In den letzten Minuten des Spiels sollten sich dann die Ereignisse noch einmal zu spitzen. Erst trifft der eingewechselte Jannick Hempowicz nur den Pfosten des Stendaler Tores (84.), dann scheitert wiederum Tobias Cramer mit einem Freistoß an Boy (86.) und dann kommt es zum nächsten Aufreger, als Kapitän Christian Sund deutlich sichtbar im Strafraum der Gastgeber umgerissen wird jedoch auch hier der fällige Pfiff des Spielleiters ausbleibt (88.).


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