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Die Feierlichkeiten waren gerade beendet, die letzten Kopfschmerzen verflogen, der Rausch des erfolgreichen Auftritts beim MSV Eisleben ( 13.6.2009, 3:1 ) wich der Vorbereitung auf Etwas, welches Oberliga heißt und das zukünftige Betätigungsfeld der Blau- Roten Kicker aus dem Halleschen Norden sein soll . Nach einer kurzen Sommerpause galt es Tschüß zu sagen in Richtung weniger Stammspieler des Landesmeisters ( M. Jonekeit, St. Schammer, St. Neigenfink ) und Trainer Torsten Weber konnte zum Auftakt eine ganze Anzahl Neulinge am Zoo begrüßen ( R. Hartleib, M. Kansy, R. Huth, J. Hempowicz, S. Heidel, St. Maruhn,T. Weber, M. Bäcker, A. Sinkevitch, I. Markov, P. Theile ), welche mit den ‘‘Altgedienten‘‘ nun einen Sachsen- Anhaltinischen Landesmeister präsentieren sollen, welcher nach Saisonende nicht gleich wieder die höhere Liga verlassen muss. Dieses gelang im Jahr 2004 letztmalig dem VfB/ Germania Halberstadt . Nach durchwachsenen Resultaten in den Vorbereitungsspielen, zu welchen mit R. Barakat ein weiterer Zugang begrüßt werden konnte, begann die Saison 2009/ 2010 mit einem Heimspiel gegen den 1.FC Gera 03, welches nach einer zweimaligen Gästeführung am Ende mit dem ersten Punktgewinn für den Aufsteiger endete ( 2:2 ). Mit zwei Auswärtsspielen in Folge stand 96 dann ein echter Test in Punkto Oberligatauglichkeit ins Haus. Ging es doch ins Sächsische Auerbach und zum Landesderby nach Halberstadt. Die Bilanz: 0 Punkte, 0 Tore, aber dafür 7 ‘‘eingeschenkt‘‘ bekommen. Die Zwischenbilanz nach 3 Spielen, 1 Punkt, 2:9 Tore, rief sofort die ewigen Zweifler auf den Plan. Das es besser geht bewies die nach wie vor sehr junge Mannschaft dann im Heimspiel gegen den VfB Pößneck. Mit einem klaren 3:0 wurde das erste Achtungszeichen gesetzt. Viel hätte nicht gefehlt und die Blau- Roten wären mit dem ersten Auswärtspunkt aus dem
Erzgebirgischen Beierfeld wieder in Richtung Heimat aufgebrochen. Im Spiel bei der U 23 des FCE Aue unterlag man jedoch höchst unglücklich 1:2, nachdem man in den zweiten 45 Minuten den Gastgeber förmlich in dessen Hälfte festgenagelt hatte. Trotz der Niederlage war dieses Spiel eventuell der Auslöser für den Klick,‘‘Mensch, wir können hier mithalten‘‘. Das kann zumindest aus der folgenden Serie von 5 Spielen ohne Niederlage abgeleitet werden. Besonders beeindruckend hierbei das Spiel gegen die U 23 von Rot- Weiss Erfurt. Hier rannten und spielten die 96-er den Talentschuppen aus dem ‘‘Steigerwaldstadion‘‘ mit 4:1 über den ‘‘Haufen‘‘.
Eine Woche darauf die Abwehrschlacht im Leipziger Stadtteil Leutzsch, beim gastgebenden FC Sachsen ( 0:0 ). Hier galt es nach Spielschluss schon einige Stoßgebete zu verfassen und zu hoffen, dass der Vorrat an Glück für den Rest der Saison noch nicht aufgebraucht ist. Das dem nicht so ist, zeigte sich bereits im folgenden Heimspiel gegen die U 23 Mannschaft des FC Carl Zeiss Jena. Gegen eine spielerisch überlegene Gastmannschaft konnten die wenigen Chancen zum 2:0- Sieg genutzt werden. Im ‘‘Westsachsenstadion‘‘ zu Zwickau gelang dann der erste Dreier in einem Auswärtsspiel ( 2:0 ). Auf der einst gefürchteten ‘‘Halde‘‘, wo die damalige Sachsenring- Mannschaft selbst Europäischen Spitzenteams wie Celtic Glasgow und AC Florenz das Fürchten lehrte, wartete der Neuling mit einer taktischen Meisterleistung auf und kam damit zum Erfolg. Dieser stellte sich dann auch im darauffolgenden Spiel gegen den SC Borea Dresden ein. Mit einem 4:1 am heimischen Zoo, setzte die Mannschaft ein weiteres Achtungszeichen. Darauf hoffte man auch in der Woche darauf. Bei der Leipziger Neugründung RBL, finanziert von einem bekannten ‘‘Gummibärchenlimonadehersteller‘‘ aus der Alpenrepublik Österreich, musste dann jedoch eine 0:2- Niederlage quittiert werden. Mit demselben Resultat unterlag 96 im Heimspiel gegen einen stark agierenden FSV Bautzen. Wiederum eine Sächsische Mannschaft fügte den Blau- Roten mit 3:2 die dritte Niederlage in Folge bei. Nach klarem Rückstand kam 96 bei Dynamo Dresden U23 im ‘‘Heinz Steyer-Stadion‘‘ jedoch wieder in das Spiel und musste am Ende die Punkte etwas unglücklich an der Elbe lassen. Mit Spannung erwartet dann das letzte Heimspiel des Jahres 2009. Wartete doch hier kein Geringerer als der 1.FC Lokomotive Leipzig zum Mitteldeutschen Derby. In einer über weite Strecken ausgeglichenen Begegnung ohne große Höhepunkte vor beiden Toren, erwiesen sich wieder einmal die Blau- Roten als der bessere Verwerter weniger Chancen und gewannen dadurch auch verdient mit 1:0. Drückende Überlegen- und Abgezocktheit dann für die Nord- Hallenser am letzten Spieltag der Hinrunde beim Thüringischen Aufsteiger SV Schott Jena. Nach deutlicher Führung in den Anfangsminuten kam 96 zu einem lockeren 6:1- Erfolg und schloss damit eines der erfolgreichsten Jahre der jüngeren Vereinsgeschichte ab. Dieses belegt Platz 6 zur Halbzeit in der Meisterschaft und wenn man in der Tabelle mal schaut wenman im Moment so alles hinter sich gelassen hat, dann darf vor allem das Team schon mit Stolz auf das Erreichte blicken. Nüchtern betrachtet, sind die 13 Punkte Vorsprung vor dem ersten abstiegsrelevanten Tabellenrang das eigentlich Wichtige, denn die Konkurenz wird diesen VfL mit Beginn der Rückrunde sicher noch etwas mehr ernst nehmen, als dies ohnehin bereits der Fall gewesen ist. Auch im Landespokal ist 96 nach Erfolgen bei Germania Roßlau und dem TSV Völpke noch im Geschäft.
Außerhalb des sportlichen Bereiches bestimmten zwei wesentliche Geschehnisse das Jahr 2009 bei den Blau- Roten. Zuerst sei hier die Vermarktung und die damit verbundene Übernahme auf Pachtbasis des Stadions genannt, welches nun ‘‘HWG- Stadion am Zoo‘‘ heisst. Damit sind die Blau- Roten nach dem 1.FCM der zweite wesentliche Verein im Land, welcher die Namensrechte seiner Spielstätte an einen Großsponsor abgetreten hat. Im Mo-
nat November wählten dann die Mitglieder der 96- er bei der Jahreshauptversammlung das neue Präsidium, welches sich aber hauptsächlich weiterhin aus den Akteuren zusammensetzt, welche den Verein bereits in der Vergangenheit erfolgreich geführt haben.
Statistik
15 Spiele gewonnen 7 Unentschieden 2 verloren 6 Punkte 23 Tore 28:21
Durchschnitt erzielte Tore 1,86
Durchschnitt Gegentore 1,4
höchster Sieg 6:1, bei SV Schott Jena, 15. ST
höchste Niederlage 0:4, bei VfB/ Germania Halberstadt, 3. ST
längste Erfolgsserie 5 Spiele, 4 Siege, 1 Remis, 6.- 10. ST, 13 Punkte 12:2 Tore
längste Niederlagenserie 3 Spiele, 11.- 13. ST 2:7 Tore
Torschützen
Georg Ströhl 8
Tobias Cramer 5
Stefan Maruhn 5
Sebastian Heidel 3
Nico Stein 2
Jannick Hempowicz 2
Steve Braun 1
Stefan Karau 1
Patrick Selle 1
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